Tipp
Hinweisen möchte ich auf das sehr lesenswerte Interview mit dem Bildungskollektiv Erfurt (BiKo), das auch diese Veranstaltungsreihe mitinitiiert hat.



Hinweisen möchte ich auf das sehr lesenswerte Interview mit dem Bildungskollektiv Erfurt (BiKo), das auch diese Veranstaltungsreihe mitinitiiert hat.
Die Freibaduniversität (im Winter Hallenbaduniversität) gibt jeweils am ersten Mittwoch im Monat, von 14.00 bis 15:00 Uhr, beim FSK zu hören.
Die Radiobücherkiste gibt es (meistens) am dritten Freitag im Monat, von 10.00 bis 12:00 Uhr, beim FSK zu hören.
FSK-Livestream im Browser bzw. im neuen Fenster [Java-Applet].
(Ich habe wieder etwas gebastelt. Jetzt kann man das »Radio« auch an‑ und ausstellen. Gegebenenfalls muss noch ein Sicherheits-Zertifikat bestätigt werden.)
Die wichtigste Platte 2008?
Auf einmal: Castanets, ›City of Refuge› (2008). Zunächst war es Motorpsycho, ›Little Lucid Moments› (2008), dann Theo Parrish, ›Sound Sculptures Volume 1› (2007). Aber jetzt eben die Castanets … Und der Sonderpreis geht dieses Jahr, für außergewöhnlichen Aktualitätssinn, an Deichkind für ›Arbeit nervt›, soviel ist sicher.
Der schönste Film 2008?
Der schönste Film, den ich 2008 gesehen habe? May Spils’ ›Zur Sache Schätzchen› von 1968. Alleine schon für den Satz »Die hat ’nen Arsch wie ’ne Banane«. Und der schönste Film, der 2008 in die Kinos kam? ›You Don’t Mess With The Zohan›, ohne Zweifel.
Das beste Buch/die beste Publikation 2008?
Walter Benjamin, ›Träume›, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Burkhardt Lindner, Bibliothek Suhrkamp: Frankfurt am Main 2008. – Außerdem auf Sci-Fi die Fortsetzung von ›Battlestar Galactica›, vierte Staffel, soweit sie durch den Drehbuchautorenstreik verzögert gedreht wurde: Folge 10, ›Revelations›, Erde gefunden … eine einzige Wüste. – Außerdem: DVD-Box ›Coleção Glauber Rocha/Fase1›; leider nur in Brasilien erhältlich.
Fremdschämen – wer hat sich peinlich verhalten?
Für das meiste peinliche Verhalten gilt ja das sympathische Mitleid – Freundschämen sozusagen. Aber ›peinlich› in einem emphatischen Sinne, so dass man sich nachgerade existenziell schämt? Menschen, Männer, Touristen, insbesondere in Pattaya, Thailand.
Die überflüssigste Figur des Jahres?
Ich – in Pattaya, Thailand.
Welches Ereignis des vergangenen Jahres gehört aus dem Kalender gestrichen?
Da noch immer Hegels Diktum gilt, dass die Blätter des Glücks in der Weltgeschichte unbeschrieben sind: alle. Zum Beispiel »pädagogische Ereignisse« – etwa Eltern, die autoritär ihre Kinder zurechtweisen, anbrüllen, zerren (wie gerade hier im Zug, in dem ich sitze).
Welche neue Erkenntnis verdankst du dem Jahr 2008?
Dass Brot selber backen a) sehr einfach, b) sehr lecker ist. Zum Beispiel: Quarkbrötchen, 500 gr. Quark, zwei Eier, Priese Salz, 500 gr. Mehl, zwei Päckchen Backpulver. Quark, Ei und Salz verrühren, Mehl und Backpulver zugeben und alles verkneten. Der Teig kann mit Rosinen, Nüssen oder Haferflocken verfeinert werden; Brötchen formen, gegebenenfalls in Sesam‑, Sonnenblumen‑ oder Kürbiskernen rollen, mit Milch bestreichen und auf Backpapier bei 200 ℃ ungefähr 25 Minuten im Ofen backen.
Was gehört in 2009 endlich abgeschafft?
»… alle Verhältnisse …, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist, …«
Die Bundesrepublik wird nächstes Jahr 60 Jahre alt. Dein Kommentar?
Dto. bzw. ebd., MEW Bd. 1, S. 380 ff. nachzulesen: es sind und bleiben »Zustände«, die »unter dem Niveau der Geschichte« stehen.
2009 kommt Ex-RAF-Mitglied Christian Klar frei. Würdest du mit Christian Klar ein Bier trinken gehen?
Christian Klar hat im kommenden Jahr gute persönliche und auch einige politische Gründe anzustoßen. Indes bekomme ich mittlerweile von Bier gelegentlich schlimme Kopfschmerzen; von der RAF, auch in der Ex-Form, ebenfalls. Ich vermute zudem, dass Klar seine Biere in Freiheit lieber mit alten Anti-Imp-Kameraden trinken wird. In einem solchen Milieu trinkt man als radikaler Kommunist nur ungern Alkohol.
Stell dir vor, du kannst im nächsten Jahr spontan zu einer Großdemonstration aufrufen? Wofür oder wogegen wird demonstriert?
›Stay home, read a book!› – Dafür und dagegen …
Was willst du im nächsten Jahr anders machen?
Das wird sich zeigen, so ungefähr ab Oktober 2009.
Würdest du für 2008 auf »Repeat« drücken?
Die Repeat-Taste ist doch schon seit Jahren eingeklemmt und die Zeit wiederholt sich in der historischen Endlosschleife bis zum ideologischen Bandsalat: Drücken also nur, um sie aus der Arretierung zu lösen; ansonsten ist ohnehin eher ›Rewind› angesagt. Oder der Griff nach der Notbremse …
Umfrage der JungleWorld [vollständige Fassung]
Ende November findet in Brasilien, Belo Horizonte, eine Tagung zu Walter Benjamins Konzept der Schwelle satt. Mais informações: aqui
Am Samstag, dem 15.11.2008, 9–12:30 Uhr und 14–18 Uhr, sowie Sonntag, dem 16.11.2008, 9–14 Uhr, findet im Kammermusiksaal, Gebäude Grassistraße 8, das zweite Symposium „Musik & Gegenwart 2008“ statt. Referenten sind Mark Andre, Roger Behrens, Mara Genschel, Oliver Fahle, Pierangelo Maset, Julia Spinola und Alba D’Urbano (Leitung: Claus-Steffen Mahnkopf).
Diese Veranstaltung versteht sich als offenes Diskussionsforum zu Fragen des künstlerischen, kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Orts der Musik in der unmittelbaren Gegenwart. Was diese im Herbst 2008 bewegt, wird von Gästen aus der Stadt Leipzig und von außerhalb interdisziplinär zur Sprache gebracht. Entsprechende Beiträge sind aus den Bereichen der Literatur, Komposition, Bildenden Kunst, Musikkritik und Kulturtheorie zu erwarten. (Konferenzankündigung)
Die Freibaduniversität lädt ein:
Mittwoch – 10. September 2008, 19:00 Uhr
»Der Sozialismus wird frei sein oder er wird nicht sein!«: Der Anarchist Rudolf Rocker
Vor fünfzig Jahren, am 19. September 1958, starb der Anarchosyndikalist Rudolf Rocker. Der Maknete-Film-Club widmet sich deshalb im September dem 1873 geborenen Vorkämpfer eines kritischen Sozialismus, mit dem auf außergewöhnliche Weise anarchistische (ⅾ.i. herrschaftsfreie, antiautoritäre) Praxis und radikale kommunistische Theorie mit einander verbunden wurden. Zudem kann er, der in seinen Schriften sich eingehend mit der Struktur und den Gefahren kollektiver nationaler Identität beschäftigte, als ein Wegbereiter des klugen Antinationalismus gelten, der heute für eine emanzipatorische Bewegung selbstverständlich sein muss. Wir zeigen einen Dokumentarfilm über Rocker (von Christian Hohoff und Michael Münch, 1988).
Rocker starb ein Jahrzehnt vor den Ereignissen, die heute mit dem Jahr achtundsechzig bezeichnet werden; im historisierenden Rückblick auf die damalige Zeit sollte und darf auch der Anarchismus nicht vergessen werden: ein Anarchismus gegen den Terror der Normalität, für den Rocker zeit seines Lebens stand. Wir wollen den Film auch zum Anlass für eine Diskussion über Rocker nehmen – unser Beitrag zu »Vierzig Jahre ›68›«.
maknete.org/
SCHUTE
Veringkanal hinter der Honigfabrik,
Industriestraße 125
21107 Hamburg
Tanzen im Sitzen
Beweglichkeit fördern und erhalten – Freude an der Musik erleben –
Geistige Anregung erfahren – Gesellig beisammen sein. Die erste
Discothek mit vier Buchstaben: Tanzen im Sitzen trainiert die
Beweglichkeit sowie Körperwahrnehmung und Gedächtnis. Gerade bei
körperlicher Beeinträchtigung (Drogen, Alkohol) ist Tanzen im Sitzen
leicht erlernbar und gut mitzumachen. Bindet die Schweißbänder um
und lasst Euch überraschen, was das alte nimmersatte Ömchen diesmal aus
dem Plattenschrank zaubert.
Wo: Karoecke.
Wann: Abends.
Wie: Okay bis Gut.
Was: Disco.
Wieso: Hä?
Wer: Sister Disco ihr Bruder.
MAKNETE e.V.
lädt herzlich ein:
Dynamik der Gross-Stadt
Ein Film von Schroeterundberger
Nach dem Drehbuch von Moholy-Nagy
Am:
Montag, 4. August 2008, 19:00 Uhr,
auf der
SCHUTE
Veringkanal hinter der Honigfabrik, Industriestraße 127, 21107 Hamburg
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