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	<title>Roger Behrens</title>
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	<description>Mein digitales Wohnzimmer</description>
	<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 11:43:39 +0000</pubDate>
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		<title>Rudolf Rocker</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 11:43:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger Behrens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>

		<category><![CDATA[Notizen]]></category>

		<category><![CDATA[Radio]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Freibaduniversit&#228;t l&#228;dt ein:
Mittwoch&#160;&#8211; 10. September 2008, 19:00&#160;Uhr
&#187;Der Sozialismus wird frei sein oder er wird nicht sein!&#171;: Der Anarchist Rudolf Rocker
Vor f&#252;nfzig Jahren, am 19. September 1958, starb der Anarchosyndikalist Rudolf Rocker. Der Maknete-Film-Club widmet sich deshalb im September dem 1873 geborenen Vork&#228;mpfer eines kritischen Sozialismus, mit dem auf au&#223;ergew&#246;hnliche Weise anarchistische (&#8574;.i. herrschaftsfreie, antiautorit&#228;re) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Freibaduniversit&auml;t l&auml;dt ein:</p>
<p>Mittwoch&#160;&#8211; 10. September 2008, 19:00&#160;Uhr</p>
<p>&raquo;Der Sozialismus wird frei sein oder er wird nicht sein!&laquo;: Der Anarchist Rudolf Rocker</p>
<p>Vor f&uuml;nfzig Jahren, am 19. September 1958, starb der Anarchosyndikalist Rudolf Rocker. Der Maknete-Film-Club widmet sich deshalb im September dem 1873 geborenen Vork&auml;mpfer eines kritischen Sozialismus, mit dem auf au&szlig;ergew&ouml;hnliche Weise anarchistische (&#8574;.i. herrschaftsfreie, antiautorit&auml;re) Praxis und radikale kommunistische Theorie mit einander verbunden wurden. Zudem kann er, der in seinen Schriften sich eingehend mit der Struktur und den Gefahren kollektiver nationaler Identit&auml;t besch&auml;ftigte, als ein Wegbereiter des klugen Antinationalismus gelten, der heute f&uuml;r eine emanzipatorische Bewegung selbstverst&auml;ndlich sein muss. Wir zeigen einen Dokumentarfilm &uuml;ber Rocker (von Christian Hohoff und Michael M&uuml;nch, 1988).</p>
<p>Rocker starb ein Jahrzehnt vor den Ereignissen, die heute mit dem Jahr achtundsechzig bezeichnet werden; im historisierenden R&uuml;ckblick auf die damalige Zeit sollte und darf auch der Anarchismus nicht vergessen werden: ein Anarchismus gegen den Terror der Normalit&auml;t, f&uuml;r den Rocker zeit seines Lebens stand. Wir wollen den Film auch zum Anlass f&uuml;r eine Diskussion &uuml;ber Rocker nehmen&#160;&#8211; unser Beitrag zu &raquo;Vierzig Jahre ›68&rsaquo;&laquo;.</p>
<p><a href="http://maknete.org/">maknete.org/</a><br />
SCHUTE<br />
Veringkanal hinter der Honigfabrik,<br />
Industriestra&szlig;e 125<br />
21107 Hamburg</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Musikabend am 23. August 2008</title>
		<link>http://www.rogerbehrens.net/notizen/musikabend-am-23-august-2008/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 21:40:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger Behrens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Notizen]]></category>

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		<description><![CDATA[Tanzen im Sitzen
Beweglichkeit f&#246;rdern und erhalten &#8211; Freude an der Musik erleben &#8211;
Geistige Anregung erfahren &#8211; Gesellig beisammen sein. Die erste
Discothek mit vier Buchstaben: Tanzen im Sitzen trainiert die
Beweglichkeit sowie K&#246;rperwahrnehmung und Ged&#228;chtnis. Gerade bei
k&#246;rperlicher Beeintr&#228;chtigung (Drogen, Alkohol) ist Tanzen im Sitzen
leicht erlernbar und gut mitzumachen. Bindet die Schwei&#223;b&#228;nder um
und lasst Euch &#252;berraschen, was das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tanzen im Sitzen<br />
Beweglichkeit f&ouml;rdern und erhalten &ndash; Freude an der Musik erleben &ndash;<br />
Geistige Anregung erfahren &ndash; Gesellig beisammen sein. Die erste<br />
Discothek mit vier Buchstaben: Tanzen im Sitzen trainiert die<br />
Beweglichkeit sowie K&ouml;rperwahrnehmung und Ged&auml;chtnis. Gerade bei<br />
k&ouml;rperlicher Beeintr&auml;chtigung (Drogen, Alkohol) ist Tanzen im Sitzen<br />
leicht erlernbar und gut mitzumachen. Bindet die Schwei&szlig;b&auml;nder um<br />
und lasst Euch &uuml;berraschen, was das alte nimmersatte &Ouml;mchen diesmal aus<br />
dem Plattenschrank zaubert.<br />
Wo: Karoecke.<br />
Wann: Abends.<br />
Wie: Okay bis Gut.<br />
Was: Disco.<br />
Wieso: H&auml;?<br />
Wer: Sister Disco ihr Bruder.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Dynamik der Gross-Stadt</title>
		<link>http://www.rogerbehrens.net/notizen/dynamik-der-gross-stadt/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Aug 2008 13:40:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger Behrens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Notizen]]></category>

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		<description><![CDATA[MAKNETE e.V.
lädt herzlich ein:
Dynamik der Gross-Stadt
Ein Film von Schroeterundberger
Nach dem Drehbuch von Moholy-Nagy
Am: Montag, 4. August 2008, 19.00 Uhr, auf der
SCHUTE, Veringkanal hinter der Honigfabrik, Industriestraße 127, 21107 Hamburg.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://www.rogerbehrens.net/wp-content/uploads/pastedgraphic.jpg'><img src="http://www.rogerbehrens.net/wp-content/uploads/pastedgraphic.jpg" alt="" title="pastedgraphic" width="300" height="240" /></a></p>
<p><a href="http://www.maknete.org" target="_blank">MAKNETE e.V.</a><br />
l&auml;dt herzlich ein:</p>
<p>Dynamik der Gross-Stadt<br />
Ein Film von Schroeterundberger<br />
Nach dem Drehbuch von Moholy-Nagy<br />
Am:<br />
Montag, 4. August 2008, 19:00&#160;Uhr,<br />
auf der</p>
<p>SCHUTE<br />
Veringkanal hinter der Honigfabrik, Industriestra&szlig;e 127, 21107 Hamburg<br />
<span id="more-76"></span></p>
<p>1	Synopsis Kurz</p>
<p>Dynamik der Gross-Stadt</p>
<p>Die Arbeit ist eine Interpretation des grafisch einzigartigen Filmmanuskripts &raquo;Dynamik der Gross-Stadt&laquo;, des Bauhausmeisters L&aacute;szl&oacute; Moholy-Nagy, ver&ouml;ffentlicht im Bauhausbuch Nummer 8 &raquo;Malerei Fotografie Film&laquo;.</p>
<p>Nach 80 Jahren wurde das konstruktivistisch-dadaistische Filmmanuskript erstmals mit den M&ouml;glichkeiten der digitalen Animation umgesetzt.</p>
<p>Der Musiker Fabian Fenk (Bodi Bill), seines Zeichens ebenfalls Grafiker, vertonte den Film. Aus generierten und modifizierten Gro&szlig;stadt-Kl&auml;ngen fertigte er eine aufwendige Toncollage.</p>
<p>F&uuml;r den Film wurde eine auf 300 Exemplare limitierte Edition angefertigt, die mit Texten von S.D. Sauerbier, Kerstin Stakemeier, Wolfgang Bock und Roger Behrens begleitet wird.</p>
<p>2	Synopsis Lang</p>
<p>Aktualit&auml;t der Moderne</p>
<p>Bei der Auseinandersetzung mit den Grundlagen und der Ideengeschichte des Bauhauses stie&szlig;en wir auf das faszinierende Bauhausbuch Nr.&#160;8 von L&aacute;szl&oacute; Moholy-Nagy. Begeistert von der Aktualit&auml;t seiner Ideen, fa&szlig;ten wir den Entschlu&szlig;, die Interpretation und Transformation des Skripts zu &raquo;Dynamik der Gro&szlig;-Stadt&laquo; in Angriff zu nehmen.<br />
Um das Skript nicht stupide blo&szlig; als Realfilm abzuarbeiten, haben wir uns entschlossen, die grafisch spannungsreiche Vorlage als Ger&uuml;st f&uuml;r einen Animationsfilm zu w&auml;hlen.<br />
Die pausenlose Dynamik der Gross-Stadt soll unter anderem beim vertikalen Abfahren des Ger&uuml;sts deutlich gemacht werden.<br />
Die Techniken des Animationsfilms eignen sich f&uuml;r eine finanziell sparsame Interpretation der eindrucksvollen und kritisch anmutenden Regieanweisungen. Moholys sensible, aufmerksame und pr&auml;zise Beobachtungen der Metropole sollten sich mit &uuml;berschaubaren Mitteln bebildern lassen. In Anlehnung an die Collagetechnik und den Umgang mit Fremdbildmaterial von Moholy-Nagy haben wir eigenes und found-footage-Material montiert.<br />
Das Skript ist teilweise auch als Vorform zu einem Tonfilm zu verstehen; Moholy widmete sich der Bild-Ton-Korrelation auf unterschiedlichen Ebenen. Deshalb hat die Vertonung der Gestalter Fabian Fenk (Bodi Bill) &uuml;bernommen, der sowohl in der Musik als auch in der Grafik arbeitet.<br />
Die Aktualit&auml;t Moholy-Nagys spiegelt sich in der Aneinanderreihung rasanter Abfolgen bewegter, gro&szlig;stadtspezifischer Symbolik in Bild, Text und Ton. Vorgegeben hat er bereits eine nichtlineare Erz&auml;hlstruktur, um Wandel und Entwicklung der Gross-Stadt zeigen zu k&ouml;nnen.<br />
Die sachlichen Beobachtungen von Moholy-Nagy besitzen heute vision&auml;ren Charakter, da die Konstellationen, die er bezeichnete, an Relevanz gewonnen und die Probleme sich sogar versch&auml;rft haben.</p>
<p>3	Schroeter und Berger</p>
<p>Guten Tag!</p>
<p>Schroeter und Berger ist ein B&uuml;ro f&uuml;r L&ouml;sungen, das seit drei Jahren in dieser Konstellation arbeitet. Das B&uuml;ro arbeitet interdisziplin&auml;r in den Bereichen Print, Video und Audio, Installation, Ausstellungs&#8209; gestaltung und Konzeption sowie Webdesign.</p>
<p>Neben Auftragsarbeiten sind diverse freie Arbeiten realisiert worden. Nach unserer Auffassung haben sie alle einen politischen Ansatz, und wir verstehen sie als gesellschaftsbezogene Vorhaben.</p>
<p>Arbeiten von Schroeter und Berger wurden des &ouml;fteren auf Festivals, Symposien, im Radio, im Fernsehen, aber auch in Galerien gezeigt oder ausgestellt. Einige Arbeiten wurden mit Preisen ausgezeichnet, wobei uns oftmals die Teilnahme an Wettbewerben, Kulturveranstaltungen und anderen Aktionen ausreicht.</p>
<p>Danke!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Anmerkungen zum Wetter</title>
		<link>http://www.rogerbehrens.net/texte/artikel/anmerkungen-zum-wetter/</link>
		<comments>http://www.rogerbehrens.net/texte/artikel/anmerkungen-zum-wetter/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 12:55:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger Behrens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[»Alle reden vom Wetter, wir nicht!« Dass sich ausgerechnet die Bahn diesen Spruch einmal als Werbeslogan aussuchte, kommt nicht von ungefähr: seit ihrer Erfindung im 19. Jahrhundert gilt die Eisenbahn als das Symbol des Fortschritts schlechthin, und der Fortschritt soll eben vom Wetter unabhängig sein. Umgekehrt kennt das Wetter keinen Fortschritt, keine geschichtliche Progression, sondern nur den Wechsel, die Wiederkehr der Jahreszeiten, den Umschwung, das Klima und die Temperatur, festgelegt in Zonen. (Freibaduniversität 4. Juli 2008)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&raquo;Der Himmel war eine ganz sch&ouml;ne Zugabe zu dem eben gewonnenen schmalen Erdstrich, zumal da er das Wetter macht.&laquo; Marx, ›Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte&rsaquo; (in: MEW Bd.&#160;8, S.&#160;203.)</em></p>
<p>&raquo;Alle reden vom Wetter, wir nicht!&laquo; Dass sich ausgerechnet die Bahn diesen Spruch einmal als Werbeslogan aussuchte, kommt nicht von ungef&auml;hr: seit ihrer Erfindung im 19. Jahrhundert gilt die Eisenbahn als das Symbol des Fortschritts schlechthin, und der Fortschritt soll eben vom Wetter unabh&auml;ngig sein. Umgekehrt kennt das Wetter keinen Fortschritt, keine geschichtliche Progression, sondern nur den Wechsel, die Wiederkehr der Jahreszeiten, den Umschwung, das Klima und die Temperatur, festgelegt in Zonen. Die Moderne ist der Versuch, das Wetter nicht nur zu beherrschen, sondern es zu &uuml;berwinden, es abzuschaffen. Das Wetter selbst bleibt ziellos, w&auml;hrend das Ziel der Moderne das ewig sch&ouml;ne und gute Wetter ist: Charles Fourier plante die Abschmelzung der Polkappen mit k&uuml;nstlichen Sonnen und wollte so den Sozialismus in einem permanenten Hochsommer einrichten. Der realkapitalistische Kompromiss ist bekanntlich der Urlaub, der touristische Platz an der Sonne; jede Reise soll zu einem ›Kurzen Sommer der Anarchie&rsaquo; werden. Ohnehin versucht die Moderne sich als ein einziges Sommerspektakel zu inszenieren: Lag in vorkapitalistischen Gesellschaften die Zeit des Feierns und der Feste im Winter, so wird sie im b&uuml;rgerlichen Zeitalter auf den Sommer verschoben; Beherrschung der Natur durch Aufhebung des Wetters, indem die Kultur jeden Sommer zum &raquo;Summer of Love&laquo; macht, zu einer Aneinanderreihung von Festivals. Hier wird mit Mitteln des Pop versprochen, was dereinst die Revolutionen &ndash; und die gro&szlig;en fanden zumeist im Winter statt &ndash; forderten:  die emanzipierte Gesellschaft der freien Assoziation. Gerade in der Popkultur wird die Zelebrierung des Sommers zum Ritual, zum Mythos der Wiederkehr, wenn der Neoliberalismus diese Nachhaltigkeit und Wiederholbarkeit der Lebensbedingungen nicht mehr garantiert: das gute Wetter suggeriert das gute Leben, wenigstens nach Feierabend in der Beach-Bar, oder &ndash; wie schon im 19. Jahrhundert &ndash; am Sonntag; die Sonne bleicht auch die Klassenunterschiede aus.<br />
W&auml;hrend der Winter gerade wegen der Starre auf Ver&auml;nderung dr&auml;ngt, verhei&szlig;t jeder Sonnentag im Sommer die Utopie, dass von nun an alles so bleibt, dass das Wetter still&#8209; und abgestellt werden k&ouml;nnte. Erst in der Moderne sind &uuml;brigens gutes und sch&ouml;nes Wetter synonym, gerade weil man sich das Wetter von seinem &ouml;konomischen Nutzen abgekoppelt w&uuml;nscht. Das Wetter soll ganz zur Freizeit des modernen Menschen geh&ouml;ren, nicht zum System der abstrakten Arbeit. Heute wird das ganze Jahr gebaut, das Schlechtwettergeld ist gek&uuml;rzt; Hitze&#8209; oder Schneefrei sind Ausnahmef&auml;lle, die dann gelten, wenn das Wetter in Unwetter umschl&auml;gt. Anders als die feudale Agrarwirtschaft ist die kapitalistische Produktion zumindest ihrem Ideal nach vom Wetter unabh&auml;ngig.<br />
Heute sagt man: &raquo;Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung&laquo;, doch gerade f&uuml;r die Moderne ist dieser Satz falsch: Im Kapitalismus, mit der Entstehung der Sph&auml;re der Freizeit, gibt es das erste Mal schlechtes Wetter (kurzum: in der Natur gibt es kein schlechtes Wetter, nur  in der Kultur). Das schlechte Wetter wird sogar zum Missstand, wird medial gerne zum sozialen &Uuml;bel erkl&auml;rt: In den Nachrichten sieht man die Menschen in den B&uuml;ros oder auf der Baustelle unter der Hitze leiden; dass nicht die Sonne das Leiden verursacht, sondern der &ouml;konomische Zwang der Verwertungslogik, wird nicht einmal in Erw&auml;gung gezogen. Gl&uuml;cklich ist in diesen Sommertagen, wer entweder Urlaub hat, oder unabh&auml;ngig vom Wetter produzieren und konsumieren kann.<br />
Trotzdem bleibt das Wetter eine allgemeine Gewalt der Natur, der die moderne Kultur nach wie vor ausgesetzt ist. Das Wetter bricht immer wieder in die Moderne ein, durchkreuzt die Geschichte in einer Abfolge von Katastrophen, die tats&auml;chlich auf die Abschaffung des Wetters hinauslaufen k&ouml;nnten (Stichwort Treibhauseffekt). Kaum eine Wettervorhersage stimmt und alle Versuche, das Wetter zu beeinflussen, scheiterten bisher &ndash; auch Wilhelm Reichs Regenmachmaschine (vergleiche Kate Bushs ›Cloudbusting&rsaquo; von 1985), der die wahnwitzige Annahme zugrunde liegt, dass das Wetter eine Charakterpanzerung, eine psychische Verh&auml;rtung der Natur ist. Auch die einfache Technik greift nicht wirklich ins Wetter ein: Heizungen und Klimaanlagen verm&ouml;gen k&uuml;nstlich W&auml;rme oder K&auml;lte zu liefern, aber das Wetter k&ouml;nnen sie nicht gezielt ver&auml;ndern.  So zeigt sich, dass sich gerade mit den modernen Unternehmungen, die Natur zu beherrschen, die Moderne selbst in einen Naturzustand verwandelt &ndash; f&uuml;r den das Wetter dann ein selbstverst&auml;ndlich nat&uuml;rlicher Ausdruck ist. Walter Benjamin, der sich ohnehin f&uuml;r den Zusammenhang von Wetter und Moderne interessierte, hat dazu in seinem ›Passagen-Werk&rsaquo; notiert: &raquo;… Moden, ja selbst das Wetter sind im Innern des Kollektivums was Organempfindungen, Gef&uuml;hl der Krankheit oder der Gesundheit im Innern des Individuums sind. Und sie sind, solange sie in der unbewussten, ungeformten Traumgestalt verharren, genauso gut Naturvorg&auml;nge, wie der Verdauungsprozess, die Atmung etc.&laquo; (GS Bd. V&middot;1, S.&#160;342) Das Wetter als Restnatur inmitten einer Welt, die sich als vollst&auml;ndig kultiviert begreift; und umgekehrt: das Wetter als Kultur getarnte Natur in einer auf den Naturzustand zur&uuml;ckgeworfenen Gesellschaft. Dass Benjamin hierbei Wetter und Mode zusammenbringt, verweist auf deren Struktur&auml;hnlichkeit in der Moderne. Gewisserma&szlig;en tangiert das Wetter den modernen Menschen genau dort, wo er modern wird, n&auml;mlich in der Mode. Und die Mode bleibt vom Wetter abh&auml;ngig, ordnet ihre Kollektionen nach Saisons und &uuml;bernimmt das wesentliche Prinzip des Wetters: die ewige Wiederkehr. Gerade in der Mode hat man sich im Verlauf des letzten Jahrhunderts an das Wetter angepasst und auf die Jahreszeiten eingelassen, jenseits von sozialen Konventionen. Im selben Ma&szlig;e, wie die Mode quasi zum nat&uuml;rlichen Ausdruck des Wetters wird, verliert sie ihre soziale Signifikanz und wird von den sozialen Klassen unabh&auml;ngig. Auch hier ist ein R&uuml;ckblick ins 19. Jahrhundert aufschlussreich: Seurat malte die Sonntagsausfl&uuml;gler auf der Seine-Insel La Grande Jatte &ndash; Angestellten, B&uuml;rger; am Montag fand man hier die Arbeiter, deren Alltag Roger Jourdain in seinen Bildern eingefangen hat. Die Arbeiter waren auch in ihrer sp&auml;rlichen Freizeit Arbeiter, verhielten sich wie Proletarier und trugen zu jedem Wetter die Kleidung ihrer Klasse. Die Angestellten hingegen versteckten ihre Klassenlage in der Sonntagskleidung, verhielten sich als Freizeitb&uuml;rger, nicht als Buchhalter oder und Verk&auml;uferin. Ihre soziale Stellung findet nunmehr darin ihren Ausdruck, inwiefern sie sich dem Wetter angemessen zu kleiden verm&ouml;gen. Seither ist dies die soziale Funktion des Sommers f&uuml;r die kapitalistische Klassengesellschaft: die Geschichte der Mode zu &uuml;berantworten und eben die Tatsache, dass es sich aus &ouml;konomischen Gr&uuml;nden um eine Klassengesellschaft handelt, dem Wetter angemessen zu verkleiden und &ndash; bei der anhaltenden Hitze buchst&auml;blich &ndash; zu reduzieren. Und am Ende reden dann doch alle vom Wetter.</p>
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		<title>Free Internet University</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jun 2008 01:18:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger Behrens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Projekte]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Projekt &#187;Freie Internet Universit&#228;t&#171;: hier.
Studieren, Diskutieren, Kritisieren&#160;&#8211; im Radio, im Internet. Materialien: Texte, Filme, Projekte, Vortr&#228;ge. Themen: Gesellschaft, Kultur, Kunst, Praxis und kritische Theorie. 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Projekt &raquo;Freie Internet Universit&auml;t&laquo;: <a href="http://alt.free-internet-university.org" target="_blank">hier</a>.<br />
Studieren, Diskutieren, Kritisieren&#160;&#8211; im Radio, im Internet. Materialien: Texte, Filme, Projekte, Vortr&auml;ge. Themen: Gesellschaft, Kultur, Kunst, Praxis und kritische Theorie. </p>
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		<title>A dial&#233;tica negativa da nega&#231;&#227;o determinada</title>
		<link>http://www.rogerbehrens.net/texte/vortraege/a-dialetica-negativa-da-negacao-determinada/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Jun 2008 00:24:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger Behrens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Vorträge]]></category>

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		<category><![CDATA[Negative Dialektik]]></category>

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		<category><![CDATA[Theodor W. Adorno]]></category>

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		<description><![CDATA[Um texto em portugues: <a href="http://txt.rogerbehrens.net/dialetica.pdf" target="_blank">aqui</a>.
Trad. Eduardo Soares Neves Silva – Muito obrigado!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um texto em portugues: <a href="http://txt.rogerbehrens.net/dialetica.pdf" target="_blank">aqui</a>.<br />
Trad. Eduardo Soares Neves Silva &ndash; Muito obrigado!</p>
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		<title>FSK Stream im Browser</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 19:38:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger Behrens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Notizen]]></category>

		<category><![CDATA[Radio]]></category>

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		<description><![CDATA[FSK-Stream im Browser bzw. im neuen Fenster [Java-Applet].
(Ich hoffe, dass das alles funktioniert: Ich habe etwas gebastelt. Leider kann man das »Radio« weder an&#8209; noch ausstellen&#160;&#8230; Au&#223;er: Fenster schlie&#223;en.)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>FSK-Stream im Browser bzw. im neuen <a href="http://www.rogerbehrens.net/wp-content/uploads/radio/index.html" onclick='window.open("http://www.rogerbehrens.net/wp-content/uploads/radio/index.html","_blank","width=160, height=250, top=" + screen.availTop + ",Left=600" + screen.availLeft + ",resizable=no,scrollbars=no,menubar=no,toolbar=no,location=no,statusbar=no"); return false;'>Fenster</a> [Java-Applet].<br />
(Ich hoffe, dass das alles funktioniert: Ich habe etwas gebastelt. Leider kann man das »Radio« weder an&#8209; noch ausstellen&#160;&#8230; Au&szlig;er: Fenster schlie&szlig;en.)</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Keyboard-Soli</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 19:07:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger Behrens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ankündigungen]]></category>

		<category><![CDATA[Projekte]]></category>

		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier geht&#8217;s zu einem Sendungsprojekt
&#252;ber Keyboard-Soli&#160;&#8230;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.iworld.de/~behrens/solo/" target="_blank">Hier</a> geht&#8217;s zu einem Sendungsprojekt<br />
&uuml;ber Keyboard-Soli&#160;&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Wintersemester 2003&#183;2004: Popliteratur</title>
		<link>http://www.rogerbehrens.net/seminare/wintersemester-2003%c2%b72004-popliteratur/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 18:34:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger Behrens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Seminare]]></category>

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		<description><![CDATA[Popliteratur &#8211; Universit&#228;t L&#252;neburg, Fachbereich Kulturwissenschaften (Sprache und Kommunikation) 
Zeit: Montags, 14&#160;:&#160;30 bis 18:00&#160;Uhr, 14-t&#228;gig
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Popliteratur &ndash; Universit&auml;t L&uuml;neburg, Fachbereich Kulturwissenschaften (Sprache und Kommunikation) </strong><br />
Zeit: Montags, 14&#160;:&#160;30 bis 18:00&#160;Uhr, 14-t&auml;gig</p>
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		<title>Sommersemester 2003: Grundlagen der philosophischen &#196;sthetik</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 18:32:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Roger Behrens</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Seminare]]></category>

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		<description><![CDATA[Grundlagen der philosophischen &#196;sthetik &#8211; Bauhaus-Universit&#228;t Weimar, Fakult&#228;t Gestaltung (Bereich &#196;sthetik)
Zeit: Donnerstag 15:15&#160;Uhr bis 16:45&#160;Uhr, Marienstra&#223;e 7 &#8211; Raum 104
In diesem Seminar sollen die systematischen und historischen Grundlagen der &#196;sthetik als philosophische Disziplin diskutiert werden. Dabei soll es vor allem um die Frage nach der Funktion der &#196;sthetik innerhalb bestimmter sozialer Kr&#228;fteverh&#228;ltnisse gehen. Welche Rolle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Grundlagen der philosophischen &Auml;sthetik &ndash; Bauhaus-Universit&auml;t Weimar, Fakult&auml;t Gestaltung (Bereich &Auml;sthetik)</strong><br />
Zeit: Donnerstag 15:15&#160;Uhr bis 16:45&#160;Uhr, Marienstra&szlig;e 7 &ndash; Raum 104<br />
In diesem Seminar sollen die systematischen und historischen Grundlagen der &Auml;sthetik als philosophische Disziplin diskutiert werden. Dabei soll es vor allem um die Frage nach der Funktion der &Auml;sthetik innerhalb bestimmter sozialer Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse gehen. Welche Rolle spielte die &Auml;sthetik zum Beispiel im Zeitalter der Aufkl&auml;rung und der Revolutionen? Was bedeutete die Romantik f&uuml;r die &Auml;sthetik? Welche Rolle spielt eigentlich die Kunst und das Kunstwerk? Was ist &uuml;berhaupt Kunst? Was hei&szlig;t &auml;sthetische Moderne? Was ist die &auml;sthetische Avantgarde? In welchem Verh&auml;ltnis steht die philosophische &Auml;sthetik zur Entwicklung der Massenkultur? Was meint &Auml;sthetisierung der Politik? In welcher Weise ist &Auml;sthetik postmodern zu nennen? Welche Bedeutung hat &Auml;sthetik nach der Postmoderne, etwa im Zusammenhang mit der Popkultur?</p>
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