Die Freibaduniversität lädt ein:
Mittwoch – 10. September 2008, 19:00 Uhr
»Der Sozialismus wird frei sein oder er wird nicht sein!«: Der Anarchist Rudolf Rocker
Vor fünfzig Jahren, am 19. September 1958, starb der Anarchosyndikalist Rudolf Rocker. Der Maknete-Film-Club widmet sich deshalb im September dem 1873 geborenen Vorkämpfer eines kritischen Sozialismus, mit dem auf außergewöhnliche Weise anarchistische (ⅾ.i. herrschaftsfreie, antiautoritäre) Praxis und radikale kommunistische Theorie mit einander verbunden wurden. Zudem kann er, der in seinen Schriften sich eingehend mit der Struktur und den Gefahren kollektiver nationaler Identität beschäftigte, als ein Wegbereiter des klugen Antinationalismus gelten, der heute für eine emanzipatorische Bewegung selbstverständlich sein muss. Wir zeigen einen Dokumentarfilm über Rocker (von Christian Hohoff und Michael Münch, 1988).
Rocker starb ein Jahrzehnt vor den Ereignissen, die heute mit dem Jahr achtundsechzig bezeichnet werden; im historisierenden Rückblick auf die damalige Zeit sollte und darf auch der Anarchismus nicht vergessen werden: ein Anarchismus gegen den Terror der Normalität, für den Rocker zeit seines Lebens stand. Wir wollen den Film auch zum Anlass für eine Diskussion über Rocker nehmen – unser Beitrag zu »Vierzig Jahre ›68›«.
maknete.org/
SCHUTE
Veringkanal hinter der Honigfabrik,
Industriestraße 125
21107 Hamburg
Tanzen im Sitzen
Beweglichkeit fördern und erhalten – Freude an der Musik erleben –
Geistige Anregung erfahren – Gesellig beisammen sein. Die erste
Discothek mit vier Buchstaben: Tanzen im Sitzen trainiert die
Beweglichkeit sowie Körperwahrnehmung und Gedächtnis. Gerade bei
körperlicher Beeinträchtigung (Drogen, Alkohol) ist Tanzen im Sitzen
leicht erlernbar und gut mitzumachen. Bindet die Schweißbänder um
und lasst Euch überraschen, was das alte nimmersatte Ömchen diesmal aus
dem Plattenschrank zaubert.
Wo: Karoecke.
Wann: Abends.
Wie: Okay bis Gut.
Was: Disco.
Wieso: Hä?
Wer: Sister Disco ihr Bruder.

MAKNETE e.V.
lädt herzlich ein:
Dynamik der Gross-Stadt
Ein Film von Schroeterundberger
Nach dem Drehbuch von Moholy-Nagy
Am:
Montag, 4. August 2008, 19:00 Uhr,
auf der
SCHUTE
Veringkanal hinter der Honigfabrik, Industriestraße 127, 21107 Hamburg
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FSK-Stream im Browser bzw. im neuen Fenster [Java-Applet].
(Ich hoffe, dass das alles funktioniert: Ich habe etwas gebastelt. Leider kann man das »Radio« weder an‑ noch ausstellen … Außer: Fenster schließen.)
Am Mittwoch, 23. Juli 2008, läuft auf DRS 2 von 20.00 bis 21:00 Uhr: »Das weisse Lauschen« … ein Hörspiel-Gespräch zwischen Sven Opitz und Roger Behrens.
Hier gibt es Informationen zur Sendung …
… in der Karoecke, Hamburg.
Tradição e Contradição

Zwischen 1945 und 1964 erlebt Brasilien eine ungeheure Phase der Modernisierung: die Idee des Fortschritts und des neuen Menschen setzt sich in allen Bereichen der Gesellschaft durch, vor allem in der Kultur – die Bossa Nova ist die Neue Welle, die nicht nur in der Musik zu hören ist, sondern ebenso in der Architektur, in der Literatur und im Film ihren Ausdruck findet.
Überschattet wird dieser Modernismus schließlich durch die Jahre der Militärregierung, die Mitte der Sechziger die Macht übernimmt und bis Mitte der Achtziger die Gesellschaft bestimmt. Perfiderweise stammen nahezu alle stereotypen Bilder, die hier über Brasilien an und für sich existieren (Karneval, Samba, schöne Frauen an der Copacabana etc.) aus dieser Zeit. Und tatsächlich wurde gerade im Bereich der Kultur, insbesondere der Musikkultur versucht, den Protest zu organisieren und am brasilianischen Modernismus festzuhalten. Dafür steht die Tropicália-Bewegung, zu der etwa Gal Costa, Caetano Veloso und Gilberto Gil gehörten (letzterer war bis April 2008 Kultusminister im Kabinett Lula da Silvas).
Es gibt einen Film zu sehen (den Film der zweiten Phase des Cinema Nôvo …) und dann natürlich ordentlich Música Popular Brasileira aus den letzten fünfzig Jahren … Es legt auf: DJ Rogério Branco
… in der Karoecke, Hamburg:
»Thank God It’s Friday«

Für das, was wir sind (Kommunisten) und vor allem was wir wollen (Kommunismus), ist eigentlich noch wichtiger als der kritisch-historische Rückblick auf Achtundsechzig in Richtung Paris die emanzipatorische Perspektive auf Achtundsiebzig, das kreisrunde Discojahr, das irgendwo zwischen New York, Chicago, London, Rom und München stattfand. Scheiterte 1968 die Revolution der Abschaffung des schlechten Lebens, so 1978 die Revolution der Einrichtung des guten Lebens. Das können wir freilich so ohne weiteres nicht 2008 nachholen, aber ›man kann sich ja mal umhören‹.
Das soll passieren: Erst gibt’s ’nen Film zu sehen und dann die schönste Tanzmusik, die man so in der Garage vom Paradies finden kann. Es legt auf: Sister Disco ihr Bruder.
Am Freitag, 27. Juni 2008, von 10.00 bis 12:00 Uhr, gibt es wieder eine Freibaduniversität Spezial!
Achtung: Die Freibaduniversität am Sonntag, 29. Juni 2008, beginnt erst um 13:00 Uhr, nicht um 11:00 Uhr.