Wintersemester 2003·2004: Popliteratur

Popliteratur – Universität Lüneburg, Fachbereich Kulturwissenschaften (Sprache und Kommunikation)
Zeit: Montags, 14 : 30 bis 18:00 Uhr, 14-tägig

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Sommersemester 2003: Grundlagen der philosophischen Ästhetik

Grundlagen der philosophischen Ästhetik – Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung (Bereich Ästhetik)
Zeit: Donnerstag 15:15 Uhr bis 16:45 Uhr, Marienstraße 7 – Raum 104
In diesem Seminar sollen die systematischen und historischen Grundlagen der Ästhetik als philosophische Disziplin diskutiert werden. Dabei soll es vor allem um die Frage nach der Funktion der Ästhetik innerhalb bestimmter sozialer Kräfteverhältnisse gehen. Welche Rolle spielte die Ästhetik zum Beispiel im Zeitalter der Aufklärung und der Revolutionen? Was bedeutete die Romantik für die Ästhetik? Welche Rolle spielt eigentlich die Kunst und das Kunstwerk? Was ist überhaupt Kunst? Was heißt ästhetische Moderne? Was ist die ästhetische Avantgarde? In welchem Verhältnis steht die philosophische Ästhetik zur Entwicklung der Massenkultur? Was meint Ästhetisierung der Politik? In welcher Weise ist Ästhetik postmodern zu nennen? Welche Bedeutung hat Ästhetik nach der Postmoderne, etwa im Zusammenhang mit der Popkultur?

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Sommersemester 2003: Lektüreseminar: Dialektik der Aufklärung

Lektüreseminar: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente – Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung (Bereich Ästhetik)
Zeit: Freitag, 13:30 Uhr bis 15:00 Uhr, Marienstraße 1b – Raum 201
In diesem Jahr wäre der Philosoph Theodor W. Adorno einhundert Jahre alt geworden; dass soll Anlass sein, sich mit der ›Dialektik der Aufklärung› zu beschäftigen, die er zusammen mit seinem Freund und Kollegen Max Horkheimer in den vierziger Jahren im amerikanischen Exil verfasste. Die Gemeinschaftsarbeit, bis in die sechziger Jahre nur in der kleinen Erstauflage und in Raubdrucken verfügbar, wurde in den letzten Jahrzehnten als eines der wichtigsten Bücher zur Theorie der Entwicklung der modernen Gesellschaften erkannt und diskutiert.
Dies ist ein Lektüreseminar, das heißt es geht auch darum, an diesem schwer zugänglichen und als kompliziert geltenden Text das wissenschaftliche Lesen zu üben. Über die Lektüre hinaus soll es freilich auch um die Frage nach der Aktualität der ›Dialektik der Aufklärung› gehen. Dabei werden uns insbesondere die kulturtheoretischen Implikationen des Buches interessieren. In dem Buch findet sich zum Beispiel das wichtige Kapital über »Kulturindustrie«, das vielfältige Anschlussmöglichkeiten an die heutige Situation bietet.

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Sommersemester 2003 : 2001 – Odyssee im Weltraum

2001 – Odyssee im Weltraum. Zur Kultur‑ und Medientheorie des Science Fictions – Universität Lüneburg, Fachbereich Kulturwissenschaften (Sprache und Kommunikation)
Montag 12.30 bis 14.00, G12, Raum 111 (Nr. 63524, B2, B3)
Stanley Kubricks 1968 gedrehter Film ›2001: A Space Odyssey› hat genreübergreifend neue Maßstäbe gesetzt, die das Verhältnis von Bild und Sprache im Kino ebenso betreffen, wie die cinegrafische Erzählstruktur überhaupt: Der über zwei Stunden lange Film lebt mehr von den Bildern, seine Narration entfaltet sich durch die Allegorien der besonderen Symbolsprache, mit der hier die Geschichte der Menschheit und des Universums, die Geschichte der künstlichen Intelligenz und die Geschichte eines Raumfluges verwoben werden: Kubrick konstruiert einen modernen Mythos, der bereits in der dem Film zu Grunde liegenden Kurzgeschichte ›Der Wächter› von Arthur Ⅽ. Clarke aus den fünfziger Jahren angelegt ist. Im Titel nimmt der Film den Homerischen Epos auf und zeigt durchaus eine Nähe zur Geschichtsphilosophie, die in der ›Dialektik der Aufklärung› von Adorno und Horkheimer entworfen wurde (dort findet sich auch ein Exkurs zur Homerischen Odyssee).
Es geht im Seminar um eine kulturtheoretische Perspektive auf die Allegorien, Visionen und Zukunftsentwürfe: Was hat sich von dem im Film imaginierten Jahr 2001 heute eingelöst, was nicht? Der Film und der nach dem Film geschriebene Roman von Clarke bieten die Möglichkeit, einen großen Bogen von der Frage nach der Möglichkeit von künstlicher Intelligenz über die Bedeutung der Zukunftsforschung für die Gegenwart bis zur Symbolfunktion der modernen Filmsprache zu schlagen. Deshalb wollen wir uns mit den Filmen ›2001› und ›2010›, dem Romanzyklus und theoretischer Implikationen gleichermaßen beschäftigen. Schließlich kann der Film, gewissermaßen im Spiegel einer nicht mehr aktuellen Blockkonfrontation, mit Andreij Tarkowskis Film ›Solaris› verglichen werden, der auf Stanislaw Lems gleichnamigen Drehbuch-Roman basiert.

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Sommersemester 2003: Adornos kritische Theorie der Gesellschaft und Kulturphilosophie

Adornos kritische Theorie der Gesellschaft und Kulturphilosophie – Universität Lüneburg, Fachbereich Kulturwissenschaften (Kulturtheorie)
Montag, 14.30 bis 16:00 Uhr, G16, Raum 129 (Integrationsbereich: B2 – Nr. 61003)
In diesem Jahr – 2003 – wäre Adorno einhundert Jahre alt geworden; dies soll Anlass sein, sich aus kulturwissenschaftlicher Perspektive mit der kritischen Gesellschaftstheorie Adornos und ihren Grundbegriffen zu beschäftigen. In der bisherigen Diskussion, insbesondere der Cultural Studies, wird Adornos Ansatz zumeist auf die so genannte Kulturindustrie-These und seine Jazzkritik reduziert und somit vereinfacht. In diesem Seminar soll es dem entgegen um eine systematische Erschließung des Gesamtwerkes gehen, bei der vor allem die gesellschaftskritische Grundintention und der dialektische Kulturbegriff im Vordergrund stehen werden. Anhand von kleineren Texten, Textauszügen und leichter zugänglichen Vorlesungsmitschriften wollen wir versuchen, uns die Schlüsselbegriffe zu erarbeiten; Leitfragen können sein: Was ist überhaupt Dialektik? Was versteht Adorno unter Kultur? Welche theoretischen Auseinandersetzungen sind für Adorno wichtig? Was ist der Unterschied zwischen Gesellschaftstheorie und Kulturtheorie? Welchen Stellenwert hat die Marxsche Kritik des Fetischismus für Adorno? Basiert die kritische Theorie der Kultur auf empirischen Untersuchungen? Welche Rolle spielt die Ästhetik für die kritische Theorie Kultur? Und dergleichen … Es soll aber auch die beliebte Frage behandelt werden, warum Adorno so kompliziert schreibt, und ob man das alles auch einfacher ausdrücken kann. Es wird schließlich darum gehen, Adornos theoretischen Ansatz in Fallbeispielen zu konkretisieren.

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Sommersemester 2003: Bildung und Gesellschaft

Bildung und Gesellschaft. Grundbegriffe und Probleme eines Wechselverhältnisses – Universität Hamburg, Fachbereich, Erziehungswissenschaften
Zeit: Montags, 17.00–19:00 Uhr, Raum 305 (61.208 | G1G5)
Ohne Zweifel hat Bildung verschiedenste gesellschaftliche Funktionen, die auch mehr oder weniger explizit von den offiziellen Stellen vertreten werden. Im Namen der Bildung legitimiert sich ein politisches System, eine Nation, der Nationalismus des bürgerlichen Staates ebenso wie unterschiedliche Institutionen der zivilgesellschaftlichen und demokratischen Öffentlichkeit. Bildung ist zugleich gesellschaftliches Deutungsmuster und individuelles Leitbild, dient ebenso der Ideologie wie auch der Selbstaufklärung und Orientierung der Menschen in modernen Gesellschaften.
Mit den sozialen Veränderungen der letzten zweihundert Jahre hat sich auch die Idee und Praxis von Bildung verändert; bisweilen ist in diesem Spannungsverhältnis sogar Bildung selbst fraglich geworden (Stichworte: Bildungskrise, Bildungsmisere, Bildungsnotstand etc.). Dies korrespondiert mit gravierenden gesellschaftlichen Problemen, für deren Lösung mitunter Bildung wiederum vorgeschlagen wird.
Wir wollen uns in diesem Seminar mit »Bildung« und »Gesellschaft« als erziehungswissenschaftliche Grundbegriffe beschäftigen und versuchen, beide Begriffe theoriegeschichtlich und systematisch zu konkretisieren.

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Wintersemester 2002·2003: Sprache in der Massenkultur

Sprache in der Massenkultur – Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung (Bereich Ästhetik)
Blockseminar
In der modernen Welt der Massenkultur sind wir von Schrift umgeben; die Reklame überzieht das Leben mit einem Schleier der Parolen und Slogans, überall finden sich Logos und Signets der Warenmarken, geheimnisvolle Buchstaben, typografisch hübsch gemachte Wörter, einsame Zeichen auf den Alltagsgegenständen. Treten in der Mode Bezeichnendes und Bezeichnetes immer weiter auseinander, werden sie in der Schlagzeile, der politischen und journalistischen Propaganda scheinbar verschmolzen. In den immer kürzer werdenden Formeln, mit denen wir heute per E-Mail oder SMS kommunizieren, steckt vielleicht auch etwas von Leibniz’ Idee der mathematischen Universalsprache; der Binärcode der Rechenmaschinen macht es vor. Dadurch entstand schließlich – wie in den Trivialromanen sichtbar – eine neue Form der Literalität; und mit ihr veränderte sich grundlegend die Funktion von Schrift, Sprache und Lesen in den letzten zweihundert Jahren. Wird hier nicht die poststrukturalistische Empfehlung, die Welt als Text oder in ihrer Textualität zu deuten, konkret? Schließlich gehören Sprach‑ und Kommunikationsphilosophie zu den zentralen Theorieströmungen des letzten Jahrhunderts. Das Seminar soll sich mit den verschiedensten Aspekten dieser Entwicklung von Sprache in der Massenkultur auseinandersetzen und den Bogen von der Werbesprache, der »Waren-Sprache« (Adorno), über die Textbedeutung in der populären Musik bis zur so genannten Popliteratur unserer Tage spannen. Die Muster der Bildersprache und der Sprachbilder können zum Beispiel in Werbespots und Musikvideos untersucht werden.

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Wintersemester 2002·2003: The Public Sphere. Concept and Reality /Öffentlichkeit. Begriff und Wirklichkeit

The Public Sphere. Concept and Reality /Öffentlichkeit. Begriff und Wirklichkeit (Graduiertenseminar) – Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung (Master of Fine Arts – MfA)
Richtet sich an: Studierende des MFA Studiengangs
In the »modernist« discourse the public sphere was meant to be the space for an enlightened and critical consciousness, the space where autonomous
individuals create politics. Today this public sphere has apparently
diminished, if not vanished entirely, and has been replaced with a more private and individualistic »consumer society«. In contemporary times of globalization with the decline of politics and the rise of the markets the question then arises, what does the concept of the public sphere mean today?
In this seminar we will discuss classic and recent theories of the public
sphere: Hannah Arendt, Jürgen Habermas, Oskar Negt/Alexander Kluge,
Richard Sennett, and Michael Hardt/Tonio Negri.
Im Diskurs der Moderne stand »Öffentlichkeit« für die Sphäre, in der sich
ein kritisch-aufgeklärten Bewusstsein bildete, für den Raum, in dem autonome Individuen Politik und Gesellschaft gestalten. Heute scheint Öffentlichkeit diesen Stellenwert verloren zu haben. Häufig ist die Rede vom Verschwinden des öffentlichen Raums in der Privatheit der individualisierten Warengesellschaft. Im Zeichen globalisierter Ökonomie und der Verdrängung des Politischen durch den Markt stellt sich die Frage, welche Bedeutung der Begriff der Öffentlichkeit heute noch hat. Im Seminar werden klassische und neue Theorien der Öffentlichkeit diskutiert: Hannah Arendt, Jürgen Habermas, Oskar Negt u. Alexander Kluge, Richard Sennett sowie Michael Hardt u.Tonio Negri.

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Wintersemester 2002·2003: Die materialistische Theorie der Kultur und kritische Theorie

Die materialistische Theorie der Kultur und kritische Theorie – Universität Lüneburg, Fachbereich Kulturwissenschaften (Integrationsbereich)
Dienstags.
Die Kunst hebt sich in der Moderne unter den Bedingungen des Marktes auf, wo sie nämlich Ware wird. Zumindest die höhere Kultur wird überflüssig, demokratisch bedroht. Mit dieser Analyse gab etwa Tocqueville im letzten Jahrhundert einen Anstoß für die Kulturkritik, wie sie alsbald für eine lebensphilosophische, kulturpessimistische Richtung prägend werden sollte: »Das Elend der mühsam lebenden Menschen muss noch gesteigert werden, um einer geringen Anzahl olympischer Menschen die Produktion der Kunstwerke zu ermöglichen.« (Nietzsche) Von dieser Variante der Kulturkritik hebt sich die kritische Theorie fundamental ab; entscheidend ist dabei schon der Kulturbegriff, den Autoren wie Max Horkheimer, Theodor W. Adorno oder Herbert Marcuse an Karl Marx Konzept der Kultur als Reproduktionssphäre orientieren. Ferner ist die kritische Theorie bemüht, diesen gesellschaftstheoretischen Ansatz mit Erkenntnissen der Psychoanalyse, vor allem der Freudschen Trieblehre (Stichwort: Lustprinzip versus Realitätsprinzip) zu verbinden: das Ziel ist, Kultur nicht als eigenständiges Wertereich der hohen Kunst zu überhöhen, sondern soziale Widerspruchsverhältnisse aufzudecken, die sich in der Kultur manifestieren – Kulturkritik umfasst damit sowohl eine ideologiekritische und eine gesellschaftskritische Dimension; es geht um immanente und utopische Aspekte des kulturellen Prozesses. Gleichwohl birgt auch diese Kulturkritik der kritischen Theorie die Gefahr, »Kultur« mit »geistigen Produkten« und »Kunst« gleichzusetzen, obzwar Marcuse in seinen Schriften einen Ansatz ausgearbeitet hat, der – mit großem Interesse an moderner Massenkultur – die kulturelle Praxis der Menschen in ihrer Vielfalt zu entschlüsseln hilft, ohne den prinzipiellen Widerspruchscharakter von Kultur und Gesellschaft aus dem Blick zu verlieren. Dieses Seminar versucht an die Arbeitsergebnisse des Sommersemesters (Einführung in die Cultural Studies) anzuschließen und will Grundbegriffe vertiefen.

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Wintersemester 2002·2003: Sprache in der Massenkultur

Sprache in der Massenkultur – Universität Lüneburg, Fachbereich Kulturwissenschaften (Sprache und Kommunikation)
Dienstags.
In der modernen Welt der Massenkultur sind wir von Schrift umgeben; die Reklame überzieht das Leben mit einem Schleier der Parolen und Slogans, überall finden sich Logos und Signets der Warenmarken, geheimnisvolle Buchstaben, typografisch hübsch gemachte Wörter, einsame Zeichen auf den Alltagsgegenständen. Treten in der Mode Bezeichnendes und Bezeichnetes immer weiter auseinander, werden sie in der Schlagzeile, der politischen und journalistischen Propaganda scheinbar verschmolzen. In den immer kürzer werdenden Formeln, mit denen wir heute per E-Mail oder SMS kommunizieren, steckt vielleicht auch etwas von Leibniz’ Idee der mathematischen Universalsprache; der Binärcode der Rechenmaschinen macht es vor. Dadurch entstand schließlich – wie in den Trivialromanen sichtbar – eine neue Form der Literalität; und mit ihr veränderte sich grundlegend die Funktion von Schrift, Sprache und Lesen in den letzten zweihundert Jahren. Wird hier nicht die poststrukturalistische Empfehlung, die Welt als Text oder in ihrer Textualität zu deuten, konkret? Schließlich gehören Sprach‑ und Kommunikationsphilosophie zu den zentralen Theorieströmungen des letzten Jahrhunderts. Das Seminar soll sich mit den verschiedensten Aspekten dieser Entwicklung von Sprache in der Massenkultur auseinandersetzen und den Bogen von der Werbesprache, der »Waren-Sprache« (Adorno), über die Textbedeutung in der populären Musik bis zur so genannten Popliteratur unserer Tage spannen. Die Muster der Bildersprache und der Sprachbilder können zum Beispiel in Werbespots und Musikvideos untersucht werden.

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