Sommersemester 2007: Der Beginn der Moderne

Der Beginn der Moderne. Die Kunst in der Hauptstadt des 19. Jahrhunderts – Universität Lüneburg (Angewandte Kulturwissenschaften, Kunst‑ und Bildwissenschaften; Soziologie der Kunst, kontextuelle Kunst)
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Sommersemester 2007: Bildung in der Popkultur

Bildung in der Popkultur. Theoretische Zugänge zu einem gegenwärtigen Problem (Hauptseminar) – Universität Hamburg, Fachbereich Erziehungswissenschaften (Allgemeine Erziehungswissenschaft)
Von der Bildungskrise beziehungsweise, dramatischer, Bildungskatastrophe wird in derselben Zeit gesprochen, in der eine neue Form von Kunst und Kultur beginnen, das Alltagsleben des Menschen nachhaltig zu bestimmen: Pop-Art, Popkultur, auch Postmoderne, Medienzeitalter und Cultural Studies sind Begriffe, die in den fünfziger Jahren auftauchen und, jeweils mit Verzögerungen, in den nachfolgenden Jahrzehnten auch die Bildungsdiskussionen beeinflussen. Während einerseits ein kritischer Bildungsbegriff verteidigt und der Bildungsverlust durch die Popkultur kritisiert wird (etwa: Adorno, Theorie der Halbbildung), wird andererseits der Bildungsbegriff und die humanistische Bildungstradition grundsätzlich infrage gestellt (in der französischen Philosophie etwa durch Foucault oder Lyotard).
Kaum wurde allerdings versucht, einen kritischen Begriff der Bildung mit der Kritik der gegenwärtigen Popkultur zu vermitteln. In diesem Seminar sollen in einem ersten Teil die verschiedenen, auch für die Bildungsdiskussion relevanten Theoriedebatten vorgestellt werden, um in einem zweiten Teil für die aktuelle Situation theoretische wie praktische Lösungen zu erarbeiten.

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Sommersemester 2007: Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft

Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft (AEW, Kerncurriculum) – Universität Hamburg, Fachbereich Erziehungswissenschaften (Allgemeine Erziehungswissenschaft)
Was ist kritische Erziehungswissenschaft? Was ist Bildung? Welche Funktion hat Bildungstheorie und Erziehungswissenschaft in der modernen Gesellschaft? In diesem Seminar sollen die Grundbegriffe verschiedener Konzepte der Erziehungswissenschaft erarbeitet und auf ihre Aktualität überprüft werden. Dabei geht es nicht nur um die gesellschaftstheoretischen Grundlagen der Erziehungswissenschaft, sondern auch um das Problem, ob diese Konzepte angemessen auf die gegenwärtigen kulturellen Wandlungsprozesse reagieren (können).
Dieses Seminar ist ein Einführungsseminar; vorausgesetzt werden das Interesse am Thema und die Bereitschaft, auch schwierige Texte zu erarbeiten. Auch dadurch wollen wir uns mit den Methoden der Erziehungswissenschaft vertraut machen.

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Wintersemester 2006·2007: Faust Ⅲ

Faust Ⅲ. Goethe im 20. Jahrhundert – Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung (Bereich Ästhetik)
»Alles Vergängliche/Ist nur ein Gleichnis;/Das Unzulängliche,/Hier wird’s Ereignis;/Das Unbeschreibliche,/Hier ist’s getan; …« Mit diesem ›Chorus mysticus‹ endet Goethes ›Faust II‹. Die Zeilen lassen sich durchaus als eine düstere Vorwegnahme des zwanzigsten Jahrhunderts lesen. Indessen ist Goethe heute eine touristische Attraktion; der kritische Impuls seines Werkes ist scheinbar als Unterhaltung auf höherem Niveau im Kulturbetrieb integriert: eine Ruine der bürgerlichen Gesellschaft, die Goethe einmal repräsentierte und die im zwanzigsten Jahrhundert scheiterte. – Welchen Einfluss hat aber Goethes Werk über die publikumswirksame Inszenierung hinaus? Welche Bedeutung hat Goethe im zwanzigsten Jahrhundert für die Künste und für die Philosophie? In diesem Lektüreseminar wollen wir nicht nur ausgewählte Texte von Goethe lesen, sondern uns vor allem mit der Rezeption Goethes beschäftigen: die Spurensuche beginnt mit Georg Simmel, Walter Benjamin, Herbert Marcuse und Georg Lukács, geht weiter mit Leo Löwenthal und Theodor W. Adorno und führt mit Ernst Bloch und Roland Barthes schließlich in die Gegenwartskunst …

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Wintersemester 2006·2007: Die Herausforderung der Philosophie

Die Herausforderung der Philosophie – Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung (Bereich Ästhetik)
Mit Hegel findet die Philosophie ihren vorläufigen Höhepunkt; sie verliert ihre Stellung als übergeordnete und systematische Wissenschaft und ihre Themen werden von Literaturwissenschaft, Soziologie oder Biologie übernommen. Die Fragen nach Vernunft, nach Freiheit, nach dem Dasein des Menschen und der Organisation der Gesellschaft sind keine philosophischen Fragen mehr; umgekehrt wirken die Antworten, die die Philosophie bisher auf diese Fragen gegeben hat, disparat und antiquiert. – Gleichwohl gibt es weiterhin die Philosophie als Wissenschaft und akademische Disziplin; ebenso gibt es eine Populärphilosophie als Lebenshilfe, und schließlich werden die unterschiedlichsten Produkte in der Reklame mit diversen Philosophien beworben. Was ist denn überhaupt noch Philosophie? Was ist die Herausforderung der Philosophie? Was heißt philosophisches Denken heute?

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Wintersemester 2006·2007: Powerage

Powerage. Popkultur 1955 bis 2001 – Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung (Bereich Ästhetik)
1955 ist das Geburtsjahr der Popkultur: die ersten Rock‑’n’-Roll‑ und Soul-Schallplatten werden veröffentlicht, die Jugendlichen werden zu Halbstarken, im Film fliegt man zum ›Forbidden Planet‹ oder durchquert den ›Blackboard Jungle‹; die ersten Fast-Food-Restaurants werden eröffnet, die Menschen haben Angst vor Aliens und UFOs, das Fernsehen setzt sich als Leitmedium durch und die (populäre) Musik wird Leitkunst: aus der Pop-Art wird Popmusik, aus der Popmusik wird Popkultur. So entsteht über die letzten fünfzig Jahre eine Alltagskultur, die schließlich merkwürdig zu verschwinden scheint. – Allenthalben wird heute versucht, die Popkultur zu historisieren und zu kanonisieren: Die besten Pop-Hits, die einhundert besten Rocksongs, ›Verschwende Deine Jugend!‹, ›Ein Jahr und seine 20 Songs‹, die wahre Geschichte der Popmusik etc. In diesem Seminar wollen wir versuchen, uns als Archäologen einer Genealogie der Popkultur anzunähern: Was hat ihre Dynamik bestimmt, was ihre Lebensweise, was hat die Popkultur ausgemacht? – Der Titel der Veranstaltung ist übrigens einer Platte von AC/DC entliehen, veröffentlicht 1978: Das Jahr, das den Höhepunkt des Pop markiert …

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Wintersemester 2006·2007: Arbeit als Kategorie gesellschaftlicher Erfahrung

Arbeit als Kategorie gesellschaftlicher Erfahrung – Zusammen mit Univ.-Prof. Dr. Wolf-Dieter Narr, Kerstin Stakemeier – Freie Universität Berlin; OSI – Otto-Suhr-Institut (Blockseminar)
In der Moderne ist Arbeit eine zentrale Kategorie der individuellen Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen auf vielen Ebenen. Ihre Stellung im sozialen Zusammenhang bestimmt über den Status in der Gesellschaft genauso wie über die individuelle Lebensplanung des Einzelnen. Die arbeitsteilige Organisation der kapitalistischen Produktion verwandelte das Verständnis der Arbeit vom Stoffwechsel mit der Natur, von dem noch G.W.F Hegel ausgegangen war, in die industrielle Massenproduktion, deren Anfänge wenige Jahrzehnte nach Hegel schließlich Karl Marx beschreibt. Das Seminar will einen Bogen spannen von dem Verständnis der Arbeit im frühen 19. Jahrhundert zu dem der gesellschaftlichen Gegenwart: von Hegels »Selbstverwirklichung in der Natur« zu Maurizio Lazzaratos »immaterieller Arbeit«. Es soll gezeigt werden, wie stark die Vorstellung davon, was Arbeit sei, die gesellschaftlichen Formationen verändern und die Beurteilungsmaßstäbe beeinflussen kann, die hierbei auf den Einzelnen angelegt werden. Kontrastiert werden sollen dabei auch die neueren Ansätze von einerseits Moishe Postone (»Time, Labour, and Social Domination«), anderseits Toni Negri und Michael Hardt (»Empire«).

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Sommersemester 2006: Paragone

Der Paragone – Der Wettstreit der Künste – Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung (Bereich Ästhetik)
Leonardo da Vinci ordnete die Musik der Malerei unter. Dem geht eine Trennung der Kunstgattungen einher, die auch für die Entwicklung der modernen philosophischen Ästhetik entscheidend werden sollte: Spätestens mit Hegel ist es üblich, die Künste in ihrer gesellschaftlichen Funktion und Bedeutung in eine Hierarchie zu bringen. Vor Hegel hatte Lessing den Paragone genannten Wettstreit der Künste für das Verhältnis von Theater und Plastik diskutiert – sein Beispiel: Laokoon. Dies wird im 20. Jahrhundert wieder aufgenommen, etwa von Clement Greenberg, der 1940 einen Beitrag programmatisch ›Towards a Newer Laocoon‹ nennt. Nun sei die Musik die vorherrschende Kunst. Ohnehin scheint im 20. Jahrhundert die Frage nach dem Wettstreit der Künste und der Leitkunst neu gewichtet werden zu müssen: Fotografie, Film, Comics – überhaupt die populären Künste sind heute an dem Paragone beteiligt. Auch Design und die Mode kommen freilich hinzu. Läuft nun der Wettstreit der Künste auf – wie Adorno es vermutete – eine ›Verfransung der Künste‹ hinaus, oder wird der Streit als bloßes Scheingefecht fortgesetzt? Ist in Zeiten der Popkultur der Paragone überhaupt noch ein Problem? – Mit diesen Fragen wollen wir uns anhand von unterschiedlichen Texten und Beispielen auseinandersetzen.

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Sommersemester 2006: Urbanität und Moderne

Urbanität und Moderne. Die Stadt im Kontext von Kunst und Philosophie – Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung (Bereich Ästhetik)
Die Entwicklung der Moderne hat sich wesentlich in den Städten zugetragen. Die Kunst und Philosophie der Neuzeit findet in den Städten nicht nur ihren Niederschlag und Schauplatz, sondern in der Urbanisierung, der Verstädterung des menschlichen Lebens ihren spezifischen Ausdruck: Kunst und Philosophie sind selbst urbane Phänomene und von der modernen Großstadt und ihren Problemen gar nicht mehr zu trennen. Insgesamt lässt sich sagen: Die neuzeitliche Philosophie und die ästhetische Moderne steht im Kontext der Metropolen; die Stadt ist der prädestinierte Ort der Kunst und des Denkens. Die Entwicklung der Städte, der Künste und des Denkens können indes als unterschiedliche Facetten derselben Bewegung der modernen Gesellschaft verstanden werden. – In dem Seminar soll dieser Kontext in seinen verschiedenen Aspekten rekonstruiert werden, um so das Zusammenspiel von Kunst und Philosophie am Verhältnis von Urbanität und Moderne exemplarisch zu konkretisieren.

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Sommersemester 2006: Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft

Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft (AEW, Kerncurriculum) – Universität Hamburg, Fachbereich Erziehungswissenschaften (Allgemeine Erziehungswissenschaft)
Was ist kritische Erziehungswissenschaft? Was ist Bildung? Welche Funktion hat Bildungstheorie und Erziehungswissenschaft in der modernen Gesellschaft? In diesem Seminar sollen die Grundbegriffe verschiedener Konzepte der Erziehungswissenschaft erarbeitet und auf ihre Aktualität überprüft werden. Dabei geht es nicht nur um die gesellschaftstheoretischen Grundlagen der Erziehungswissenschaft, sondern auch um das Problem, ob diese Konzepte angemessen auf die gegenwärtigen kulturellen Wandlungsprozesse reagieren (können).
Dieses Seminar ist ein Einführungsseminar; vorausgesetzt werden das Interesse am Thema und die Bereitschaft, auch schwierige Texte zu erarbeiten. Auch dadurch wollen wir uns mit den Methoden der Erziehungswissenschaft vertraut machen.

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