Wintersemester 2005·2006: Kunst und Massenkultur

Kunst und Massenkultur – Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung (Bereich Ästhetik)
Entwickelte sich im 19. Jahrhundert ein Kulturbegriff, der noch weitgehend mit der Kunst identifiziert wurde, so treten im Verlauf der Moderne Kunst und Kultur immer weiter auseinander: Im Zuge der Verwandlung von Hochkultur in Massenkultur und schließlich Popkultur scheinen die Künste zunehmend ausgelagert oder innerhalb des Kulturbetriebs isoliert zu werden. Gleichzeitig haben sich innerhalb der Massenkultur auch neue Künste herausgebildet. Ebenso haben sich mit dieser Neuordnung des Verhältnisses von Kunst und Kultur auch die Kunst‑ und Kulturtheorien verändert.
In diesem Seminar soll dieser Transformationsprozess anhand des vergangenen Jahrhunderts exemplarisch Jahrzehnt für Jahrzehnt nachvollzogen werden. Dabei sollen auch grundsätzliche Fragen zur Sprache kommen: In welchem Verhältnis steht Design zur Kunst? Was bedeutet Kommerzialisierung der Kultur? Was verändert sich durch neue Kulturtechniken? Wie ist das Verhältnis von Avantgarde und Kitsch zu bestimmen? Was heißt Pop-Art? Wie ist die These vom Ende der Kunst heute zu bewerten?

| 23.11.2008 | Schublade: Seminare | Kein Kommentar »

Wintersemester 2005·2006: Philosophische Grundbegriffe

Philosophische Grundbegriffe – Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung (Bereich Ästhetik)
Die allgemeine Aufgabe der Philosophie ist es, zu erkennen was ist. Was das allerdings genau bedeutet, hat im Verlauf der abendländischen Geschichte zu unterschiedlichsten Konzeption geführt: Sein, Dasein, Logos, Wesen, Existenz, Essenz, Substanz, Wahrheit, Wirklichkeit, Möglichkeit, Bewusstsein, Verstand, Vernunft, Kraft, Widerspruch, Sinnlichkeit, das Gute, Sprache etc. In diesem Seminar wollen wir uns mit den zentralen Begriffen der Philosophie beschäftigen. Dabei soll es weniger um einen philosophiegeschichtlichen Zugriff gehen, sondern um eine philosophisch-systematische Rekonstruktion der Begriffsgeschichte und ihrer Problematik. Es wird sich zeigen, inwiefern sich schließlich der Begriff der Philosophie selbst in fundamentaler Weise verändert und entwickelt hat, und warum. Ausgangspunkt ist die Frage nach der gegenwärtigen Situation und Funktion der Philosophie – auch in Hinblick auf ihre Stellung zu Ästhetik, Kunst, Gestaltung.

| 23.11.2008 | Schublade: Seminare | Kein Kommentar »

Wintersemester 2005·2006: Die Ästhetik der Erinnerung

Die Ästhetik der Erinnerung. Drei kleine Seminarvorlesungen mit Diskussion – The Aesthetics of Commemoration; Veranstaltung in englischer Sprache; Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung (Master of Fine Arts – MfA)
Die Geschichte des 20. Jahrhunderts ist nicht nur als Verdunklung der modernen Welt betrachtet worden, sondern als Ende der Moderne selbst, als Beginn des postmodernen Zeitalters. Das bedeutet auch, dass Geschichte nicht einfach sich wandelt, sondern dass Geschichte überhaupt einen Endpunkt erreicht haben könnte: Geschichte braucht Erfahrung; Erfahrung braucht ein seiner Geschichte bewusstes Dasein; Bewusstsein braucht eine kohärente und konsistente Struktur der Subjektivität. Aber unter Bedingungen der Postmoderne verschwinden diese Fundamente. In dieser Hinsicht wurden allerdings die Künste, ihre Funktion und Position neu bewertet: Verschiedene Versuche einer, wenn man so will, Ästhetik der Erinnerung sollten Geschichte und ein Geschichtsbewusstsein bewahren und rekonstruieren helfen, insbesondere in Hinblick auf die Vergangenheit. Eine Ästhetik der Erinnerung soll die postmoderne Gesellschaft befähigen, ihren Stillstand zu überwinden, um Geschichte neu zu starten.
Die drei Veranstaltungen werden in Schlüsselbegriffe der modernen und postmodernen Theorie der Künste einführen – mit Bezug auf die gegenwärtigen Kunststrategien im öffentlichen Raum. (Veranstaltung in englischer Sprache)

| 23.11.2008 | Schublade: Seminare | Kein Kommentar »

Wintersemester 2005·2006: Maquette – Städtebau

Maquette – Städtebau (zusammen mit Tom Steinert); Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Architektur (Bereich Städtebau)
Ist ein Stadtraum, der von einer durchschnittlichen Architektur geprägt ist, dabei aber eine starke eigene Figur erhält (Siena), solitären architektonischen Meisterleistungen ohne räumlichen Bezug zu ihrem städtischen Umfeld (Bauhausgebäude Dessau) vorzuziehen? Wir wollen im Seminar untersuchen, ob und wie die Elemente historischer Stadträume sowie die Elemente der Stadt in klassisch-moderner Vorstellung zu einer »dialogischen Stadt« beitragen.
Anlass des Seminars ist die um 1980 vom Kunsthistoriker und Architekturlehrer Paul Hofer aufgrund akribischer Untersuchung vorhandener Stadträume formulierte Unterscheidung eines »cartesianisch rationalen, kantenscharf geschnittenen Stadtmodells des Kontrasts von Hohl und Voll« von der »dichtverflochtenen, durchschichteten Stadt des Ineinandergreifens von Hohl und Voll, von Baumasse und Raumgestalt« – eben der »dialogischen Stadt«.
Roger Behrens Ⅿ. A., wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur Ästhetik an der Fakultät Gestaltung, wird im Semesterverlauf die für die Stadtwahrnehmung grundlegenden Begriffe sowie ausgewählte Stadtvorstellungen in Form von Gastvorträgen mit anschließender Diskussion erarbeiten.
Aufgabe ist es, unter Anwendung der vorgetragenen Inhalte anhand bestimmter städtischer Räume städtebauliche Konzepte herauszuarbeiten und in einem kommentierten Modellbau sowie in Zeichnungen zu visualisieren. Ziel ist es, die eigene Stadtwahrnehmung zu üben und die Erkenntnisse in einem eigenen Entwurf, der die »dialogische Stadt« zum Ziel hat oder bewusst in Frage stellt, anzuwenden. Die Zusammenarbeit zwischen Studierenden der Fakultäten Gestaltung und Architektur ist ausdrücklich erwünscht.

| 23.11.2008 | Schublade: Seminare | Kein Kommentar »

Wintersemester 2005·2006: Das Reale in der Gegenwartskunst

Rohstoffe – Das Reale in der Gegenwartskunst (begleitende Theorievorlesung im Projekt bei Caroline Hake). – Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung (Bereich Freie Kunst)
Kein Text.

| 23.11.2008 | Schublade: Seminare | Kein Kommentar »

Wintersemester 2005·2006: Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft

Grundbegriffe, Theorien und Methoden der Erziehungswissenschaft – Universität Hamburg, Fachbereich Erziehungswissenschaften (Allgemeine Erziehungswissenschaft)
Was ist kritische Erziehungswissenschaft? Was ist Bildung? Welche Funktion hat Bildungstheorie und Erziehungswissenschaft in der modernen Gesellschaft? In diesem Seminar sollen die Grundbegriffe verschiedener Konzepte der Erziehungswissenschaft erarbeitet und auf ihre Aktualität überprüft werden. Dabei geht es nicht nur um die gesellschaftstheoretischen Grundlagen der Erziehungswissenschaft, sondern auch um das Problem, ob diese Konzepte angemessen auf die gegenwärtigen kulturellen Wandlungsprozesse reagieren (können).
Dieses Seminar ist ein Einführungsseminar; vorausgesetzt wird das Interesse am Thema und die Bereitschaft, auch schwierige Texte zu erarbeiten. Auch dadurch wollen wir uns mit den Methoden der Erziehungswissenschaft vertraut machen.

| 23.11.2008 | Schublade: Seminare | Kein Kommentar »

Wintersemester 2005·2006: Der Situationismus

Der Situationismus: Kunst gegen Kunst – Universität Lüneburg, Fachbereich Kulturwissenschaften (Kunsttheorie)
Kein Text.

| 23.11.2008 | Schublade: Seminare | Kein Kommentar »

Wintersemester 2005·2006: Cultural Studies

Cultural Studies: »That’s Going On« – Universität Lüneburg, Fachbereich Kulturwissenschaften (Kulturtheorie, Integrationsbereich)
Der Titel der Veranstaltung ist als Antwort auf Lawrence Grossbergs Buchtitelfrage »What’s Going On?« zu verstehen. Vgl. Lawrence Grossberg, ›What’s Going on? Cultural Studies und Popularkultur›, Cultural Studies Bd. 3, Wien: Turia + Kant 2000. Zugleich schließt unser Seminar an das Seminar: »Was ist hier eigentlich los? – Cultural Studies zur Einführung« vom Sommersemester 2002 an.

| 23.11.2008 | Schublade: Seminare | Kein Kommentar »

Wintersemester 2005·2006: Jugend – Konzepte kultureller Vergesellschaftun

Jugend – Konzepte kultureller Vergesellschaftung. Zusammen mit Univ.-Prof. Dr. Wolf-Dieter Narr, Kerstin Stakemeier – Freie Universität Berlin; OSI – Otto-Suhr-Institut (Blockseminar)
Das Konzept der »Jugend« als Beginn der sozialen Mündigkeit des Subjekts entstand mit dem Aufkeimen der bürgerlichen Gesellschaft im achtzehnten Jahrhundert. In den Schriften Novalis und Friedrich Schlegels nimmt die Jugend als individuelles, wie als gesamtgesellschaftliches Entwicklungsstadium einen zentralen Ort ein. Wo sich im Jugendstil dieses Konzept zurück zog aus der direkten politischen Einflussname, wurde es in der Weimarer Republik wieder zum Ausweis politischer Positionierung. Das gilt sowohl für Bertolt Brechts »Kuhle Wampe« und die hiermit verbundene Arbeiterjugend, wie auch die Fragmente biedermeierlicher Adoleszenz in der Weimarer Republik der zwanziger Jahre. Im letzten Jahrzehnt tauchte das Konzept der Jugend in der politischen Landschaft in unterschiedlichen Rollen auf. War es noch vor einigen Jahren vor allem die so genannte »Politikverdrossenheit« die mit ihr in Verbindung gebracht wurde, scheint heute, mit der steigenden Größe und Dynamik solcher Nicht-Regierungsorganisationen wie dem World Social Forum, die Jugend in den Raum des aktiv Politischen zurückgekehrt zu sein. Das Seminar wird Konzepte der Jugend im letzten Jahrhundert unter dem Aspekt des Selbst‑ wie auch des Fremdverständnisses der politischen Jungend behandeln.

| 23.11.2008 | Schublade: Seminare | Kein Kommentar »

Sommersemester 2005: Das Bauhaus

Das Bauhaus – Geschichte, Theorie, Praxis – Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Gestaltung (Bereich Ästhetik)
Das 1919 gegründete Bauhaus kann als ein Zentrum der europäischen Avantgardebewegung betrachtet werden. Gropius, Klee, Kandinsky, Moholy-Nagy und andere Wegbereiter der ästhetischen Moderne lehrten am Bauhaus und bestimmten so auch das Verhältnis von Bildung, Kunst, Kultur und Gesellschaft neu. Die programmatische Entwicklung des Bauhauses wird von Reformbewegungen ebenso wie von den sozialen Revolutionen der Jahrhundertwende begleitet. Die Bauhausidee ist auch als Auseinandersetzung mit der Entfaltung der urbanen Industriegesellschaft zu verstehen, überschattet vom Ersten Weltkrieg und der Krise der bürgerlichen Gesellschaft. Georg Simmel spricht zur selben Zeit von einer ›Tragödie der Kultur›, als am Bauhaus versucht wird, den Standard der Massengesellschaft ästhetisch-kritisch neu zu bestimmen. Wir wollen uns in diesem Seminar mit den (ästhetischen) Theorien beschäftigen, auf die das Bauhaus sich bezogen hat, oder von denen es sich abgrenzte. Darüber hinaus soll diskutiert werden, inwiefern die Bauhausideen noch aktuell sind. Eine Spurensuche führt uns von Nietzsche über den Jazz bis nach Chicago und die populäre Gegenwartskultur.

| 23.11.2008 | Schublade: Seminare | Kein Kommentar »