»Alle reden vom Wetter, wir nicht!« Dass sich ausgerechnet die Bahn diesen Spruch einmal als Werbeslogan aussuchte, kommt nicht von ungefähr: seit ihrer Erfindung im 19. Jahrhundert gilt die Eisenbahn als das Symbol des Fortschritts schlechthin, und der Fortschritt soll eben vom Wetter unabhängig sein. Umgekehrt kennt das Wetter keinen Fortschritt, keine geschichtliche Progression, sondern nur den Wechsel, die Wiederkehr der Jahreszeiten, den Umschwung, das Klima und die Temperatur, festgelegt in Zonen. (Freibaduniversität 4. Juli 2008)
Um texto em portugues: aqui.
Trad. Eduardo Soares Neves Silva – Muito obrigado!
Aus der Begeisterung für die wirklichkeitsgetreue Grafik der Computerspiele lässt sich erkennen, dass die Vorstellung von Wirklichkeit nicht unbedingt etwas mit der Realität zu tun hat. (Jungle World 20⁄2008)
Die Stadt ist eine politische Baustelle. Andreas Neumeister skizziert in seinem neuen Roman »Könnte Köln sein« eine Biografie der Städte. (Jungle World 16⁄2008)
Die Arbeit sei »mehr wert«, so begründen Gewerkschaften wie Verdi die aktuellen Arbeitskämpfe. Damit verkehren sie nur ökonomische Kategorien ins Moralische und riskieren, mögliche emanzipatorische Bewegungen im Keim zu ersticken. (Jungle World 11⁄2008)
Christine Achinger hat in einer Studie nicht nur Gustav Freytags Roman »Soll und Haben« analysiert, sondern auch eine Kritik des »deutschen Fleißes« vorgelegt. (Jungle World 10⁄2008)
Ob die Musikindustrie durch ihre Verluste wirklich in die Krise geraten ist, ist eine Frage. Die andere ist, ob der Verlust der Autonomie der Musik zu einer Krise der Musik selbst geführt hat. (Jungle World 6⁄2008)